Blutspenden sind in Deutschland in den letzten zehn Jahren um rund 21 Prozent gesunken. Das hat viel mit der alternden Gesellschaft zu tun.
Arm freimachen, Nadel ansetzen und dann eine gute Stunde sitzen und warten: Für Nico Lübke ist das schon längst Routine. „Ich mach’ das gerne“, sagt der 42-jährige Tramfahrer aus Potsdam, der bereits zum 74. Mal im Haema-Blutspendezentrum in Potsdam ist, um hier Blutplasma zu spenden. Angefangen hatte er mit dem Blutspenden schon in der Berufsschule: „Der Grund war damals, dass man schulfrei bekommen hat, wenn man Blutspenden gegangen ist.
„Auch im Bereich des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost, der Brandenburg, Berlin und Sachsen umfasst, wird sich in den nächsten Jahren bemerkbar machen, dass viele Spenderinnen und Spender aus der spendenstarken Babyboomer-Generation altersbedingt ausscheiden werden“, sagt DRK-Sprecherin Kerstin Schweiger. „Aus Spendern werden Empfänger, auch dadurch steigt der Bedarf an Blutpräparaten.
Auch Nico Lübke versucht regelmäßig, Freunde und Bekannte zum Spenden zu animieren: „Ich poste auch immer ein Foto bei Instagram, wenn ich gerade spende.“ Mittlerweile hat die Maschine, an die der Schlauch zu Lübkes Arm angeschlossen ist, angefangen zu arbeiten. Bei einer Plasma-Spende werden feste und flüssige Blutbestandteile voneinander getrennt, der flüssige Teil ist das Plasma, die eigentlichen Blutbestandteile fließen in den Körper zurück.
Plasmaspenden sind wichtig, da aus den Plasmaproteinen Medikamente hergestellt werden, die zur Behandlung von lebensbedrohlichen genetischen Erkrankungen gebraucht werden. Dazu zählen unter anderen Blutgerinnungsstörungen wie die auch„Mir geht es hauptsächlich darum, den Menschen Plasma zu geben, die das dringend brauchen“, sagt Lübke, während die blassgelbe Flüssigkeit in eine Flasche läuft. „Es können ja auch nicht alle Menschen Plasma spenden.
Nebenbei lohnt sich das Plasmaspenden auch: 25 Euro gibt es pro Spende. Bis zu 60 Mal im Jahr kann man Plasma spenden, bei Vollblutspenden sind es sechsmal im Jahr bei Männern und viermal bei Frauen.Rund 2000 Vollblutspenden wurden im September 2023 beim Potsdamer DRK geleistet, davon etwa ein Viertel am Standort im Bergmann-Klinikum sowie rund 1500 Spenden auf mobilen Terminen in Potsdam, Potsdam-Mittelmark, Teltow-Fläming und Havelland. Deutschlandweit sind im Schnitt 15.
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