Die Flüchtlingsunterkunft im Flughafen Tegel hat eine eigene Schule. Kinder sollen dort Deutsch lernen – Kontakt zu Deutschen haben sie nicht. Ein Lehrer berichtet.
Die Flüchtlingsunterkunft im Flughafen Tegel hat eine eigene Schule. Kinder sollen dort Deutsch lernen – Kontakt zu Deutschen haben sie nicht. Ein Lehrer berichtet.Terry Blair West unterrichtet seit kurzer Zeit Flüchtlinge im Ankunftszentrum Tegel. Im Interview spricht er über besondere Herausforderungen, berührende Erlebnisse und wie ein Bus zum Lehrmittel wurde.Alles ist neu. Das bedeutet: Wir haben sehr viel Freiraum, jeder kann Vorschläge machen.
Spielerisch. Diese Erfahrung habe ich als Lehrer in Südkorea gesammelt. Ich tauchte auf, konnte kaum das Alphabet lesen, aber irgendwie geht es. Ein Beispiel: Du sagst ‚Hallo‘, winkst mit den Händen, lächelst und sie verstehen ‚Ah, winke, winke heißt Hallo‘. Für den ersten Wortschatz arbeite ich mit Visualisierung, also Bildern: Ich male einen Apfel an die Tafel und sage ‚Das ist ein Apfel‘.
Natürlich kommt sie auch vor, aber eben nicht gleich im Mittelpunkt. Die Schüler müssen sich erst einmal an die Schule gewöhnen.Das ist unterschiedlich. Das Problem ist: Die Schüler wohnen alle in der Flüchtlingsunterkunft im Ankunftszentrum Tegel. Dort sind sie leider ganz unter sich. Es sind, abgesehen von ein paar Mitarbeitern, keine Deutschen da. Sie haben nur Kontakt zu anderen Ukrainern und Geflüchteten aus anderen Nationen.
Nein, alles, was sie in den Medien lesen und anschauen, ist auf Ukrainisch. Es ist eine sehr isolierte Situation. Wenn sie Glück haben, gibt es dort einen PC. Die einzigen Momente, in denen meine Schüler deutsche Wörter aufschnappen, sind die, in denen sie einkaufen oder in die Stadt gehen. Aber dort haben sie keine sozialen Kontakte, das ist das Problem. Es bedeutet: Die meisten, die in unsere Schule kommen, sind in dieser Hinsicht absolute Anfänger.
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