Stasi-Vorwurf als Waffe: „Nichts gefunden – und deshalb nicht aufgehört zu suchen“

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Stasi-Vorwurf als Waffe: „Nichts gefunden – und deshalb nicht aufgehört zu suchen“
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Nach IM-Vorwürfen wollte der Berliner Bernd Lammel wissen, was die Stasiunterlagenbehörde über ihn herausgab. Er erfuhr, dass nach '89 mehr Akten zu ihm entstanden als vorher.

Nach IM-Vorwürfen wollte der Berlin er Bernd Lammel wissen, was die Stasiunterlagenbehörde über ihn herausgab. Er erfuhr, dass nach '89 mehr Akten zu ihm entstanden als vorher.Bernd Lammel, Berlin er Fotograf und Gewerkschafter, will seit neun Jahren wissen, was die Stasiunterlagenbehörde über ihn gesammelt und herausgegeben hat.Aus den 16 Aktenordnern zu seiner Person sind inzwischen schon 18 Aktenordner geworden.

Bernd Lammel war auch in der DDR schon Fotograf, er dokumentierte das Alltagsleben, machte Bilder von Musikern, Bands, arbeitete nebenher als DJ. Er schmuggelte Fotos in den Westen, sie erschienen dort ohne seinen Namen, er dokumentierte Proteste und Treffen der Opposition, es gibt beeindruckende Bilder von ihm aus dem Wendeherbst, sie zeigen die Kraft des Widerstands gegen die Diktatur.

Der Verdacht klebte an ihm, die Nachforschungen hörten nicht auf. Es war sein Versuch, die Kontrolle zurückzuerlangen über die Erzählung, über sein eigenes Leben. Im Gesetz, verabschiedet im November 1991, steht in Paragraf 1: Es solle den Einzelnen davor schützen, „dass er durch den Umgang mit den vom Staatssicherheitsdienst zu seiner Person gespeicherten Informationen in seinem Persönlichkeitsrecht beeinträchtigt wird“ und „die historische, politische und juristische Aufarbeitung der Tätigkeit des Staatssicherheitsdienstes“ gewährleisten und fördern. In dieser Reihenfolge.

Bernd Lammel überwies die 500 Euro und wartete weiter. Noch einmal vier Monate lang. Dann erhielt er per, in die damals der Stasi-Major kam, um ihn auszuhorchen und unter Druck zu setzen, „doch endlich kooperativer zu sein“, wie er sagt. In den Räumen stehen Lichtanlagen für seine Aufträge als Fotograf, seine Frau Betty arbeitet am Computer an der neuen Ausgabe des kleinen Medienmagazins, das sie gemeinsam herausgeben.

Hierzu lässt das Bundesarchiv auf Anfrage der Berliner Zeitung wissen, die 4369 Seiten seien auf einen Medienantrag zu einem „Sachthema“ herausgegeben worden, „welches nicht allein auf eine Person beschränkt war“. Dazu muss man wissen: Man kann als Journalist keinen Antrag stellen, alle Stasiunterlagen zu einer Person zu sehen. Man kann aber den Antrag stellen, zur Rolle von Fotografen in der DDR recherchieren zu wollen. Am Beispiel einer Person.

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