Die Pop-up-Buchmesse, die bis vor ein paar Tagen in Leipzig gefeiert wurde, zeigte deutlich, warum diese Stadt ein lebenswerter Ort ist.
LEIPZIG taz | Nun ist sie gerade einmal seit einigen Tagen vorbei, schon denkt man wehmütig an sie zurück. Ich meine die Pop-up-Buchmesse in Leipzig, bei der kleinere und unabhängige Verlage bewiesen, was sich – Achtung, Kitsch! – mit ein bisschen Mut auch angesichts der unsicheren Coronalage auf die Beine stellen lässt. Das war in der Tat allerhand.
Die Pop-up-Messe ermöglichte den Blick auf das, was Hypezig-Leipzig seit nunmehr einem Jahrzehnt Menschen verspricht: einen kreativen Ort mit viel Freiraum, der trotzdem überschaubar ist. Der gerade groß und interessant genug ist, um nicht zu langweilen, aber auch nie überfordert. Ein Ort auch für Leute, die keine Lust mehr auf Kleinstadt- oder überteuertes Großstadtleben haben, und überhaupt: die keine Lust haben auf Berlin.
Wie gesagt, das ist so die Perspektive der Außenseiterin, die Berlin gut zweimal im Jahr bereist, und nach circa vier Stunden Aufenthalt panikartig verlässt. Es beginnt damit, dass man in Berlin nie schief angeguckt wird.
Neulich sagte ein Fotograf zu mir, er probiere es zwar immer mal wieder mit Berlin, aber die Stadt spucke ihn stets postwendend aus. Das war das perfekte Bild, es leuchtete mir unmittelbar ein. Denn es ist nicht einfach so, dass ich Berlin nicht mag , es wirkt eher so, als bestehe da eine Form der gegenseitigen Abstoßung.
Die etwas dreckige Arbeiterstadt Gerade was die Literatur anbelangt, ist Leipzig, so will es mir scheinen, der Ort, mehr als sein Hype. Nicht nur im historischen Maßstab, weil hier alles, was Rang und Namen in Philosophie und Philologie hat, studierte, oder weil hier stilbildende und traditionsreiche Verlagshäuser und Publikationsreihen entstanden – etwa Meyers Konversations-Lexikon.
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