Der Brandanschlag auf Tesla war falsch. Viel dramatischer ist aber, wie Politik und Unternehmen Mitbestimmung und Umweltschutz missachten.
Anschlag auf Tesla-Fabrik in Grünheide: Wer bricht hier die Regeln?
Insofern war der Anschlag der Vulkangruppe auf das Tesla-Werk zwar gefährlich und falsch, er greift aber zugleich ein bekanntes Motiv auf, das es vor ein paar Jahren sogar ins Kino schaffte: In der Thrillerkomödie „Gegen den Strom“ setzt die Ökoaktivistin Halla auf Island Strommasten außer Gefecht, um ein klimaschädliches Aluminiumkraftwerk stillzulegen. Anders als Halla darf die mutmaßliche Tätergruppe „Vulkan“ nicht auf Sympathie hoffen.
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Man kann von Tesla halten, was man will. Elektroautos sind die Zukunft des Autoverkehrs, und wir brauchen Fabriken, in denen sie gebaut werden, genau wie Windparks, Infrastruktur für Wasserstoff, Batterie- und Chipfabriken. Auch im grüneren Kapitalismus wird es Eingriffe in Landschaft geben, er wird Ressourcen verbrauchen, lokal Lärm und Dreck produzieren. Oder geht es anders?
Erstaunlich, aber nicht überraschend. Er sehe Brandenburgs Landesregierung und Tesla „als eine Art Beutegemeinschaft: Tesla will in Deutschland und Europa Autos verkaufen, wir wollen neue, zukunftsfähige Arbeitsplätze“, hatte Wirtschaftsminister Jörg Steinbach verkündet, als Tesla-Chef Elon Musk seinen Standortwunsch bei Berlin öffentlich gemacht hatte. Seitdem hielt die Maßeinheit „Tesla-Geschwindigkeit“ Einzug in den politischen Sprachgebrauch.
Es brauche ein sinnstiftendes Narrativ Gespart habe sich die Verwaltung etwa ein Raumordnungsverfahren. Das sei für ein Vorhaben dieser Größe jedoch unbedingt notwendig. Darin wird geplant, wie sich alle Neubauten, neuen Straßen und Bahnstrecken auswirken. „Das gibt allen vor Ort Sicherheit“, sagt Schulz, „aber es dauert bisweilen ein wenig länger.
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